Interview mit Klaus Schekhahn

Geschäftsführer Produktion & Technik Anklam Extrakt GmbH , über den Bau einer Lagerhalle mit Werkstatt

„Die Flexibilität von HAB ist herausragend.“

Gegen manches Leiden ist ein Kraut gewachsen. Doch wie kommt das Kraut ins Medikament? In Anklam übernimmt ein junges Unternehmen die dafür nötige Extrahierung. 2009 wurde hier die erste Produktionshalle gebaut, in deren hochmodernen Anlagen seit 2011 Efeu, Artischocke, Hibiskus und Co verarbeitet und als hochwertige Extrakte „Made in Germany“ nicht nur an die Pharma-, sondern auch an die Lebensmittel- und Kosmetikindustrie verkauft werden. Dabei ist Anklam Extrakt so erfolgreich, dass die Produktionsstätte bereits 2015 erweitert werden musste. Dafür setzte das Unternehmen mit HAB auf „Made in Wusterhusen“. Wir wollten wissen, warum „Made in Germany“ so wichtig ist für Anklam Extrakt und seine Kunden, welche Herausforderungen HAB beim Bau der Halle gemeistert und wie die Zusammenarbeit funktioniert hat. 

 

Sie haben sich „Made in Germany“ auf die Fahnen geschrieben. Das ist in der heutigen Zeit ungewöhnlich, in der viele Produktionsschritte ins Ausland verlagert werden. Warum schwimmen Sie trotzdem gegen den Strom?

Wir beliefern unter anderem Hersteller von pflanzlichen Arzneimitteln und Nahrungsergänzungsmitteln. Die Qualitätsanforderungen sind in diesen Geschäftsfeld sehr hoch. Und mit „Made in Germany“ bieten wir eine herausragende Qualität. Aber nicht nur damit heben wir uns von unseren Wettbewerbern ab. Wir liefern nicht nur Pflanzenextrakte, sondern ein ganzes Servicepaket von der Beschaffung der Pflanzen bis zum fertigen Extrakt. Das können Unternehmen beispielsweise aus Fernost nicht bieten.

Also spielt die Konkurrenz keine Rolle für Sie? 

Doch schon. Wir überzeugen unsere Kunden aber immer wieder davon, dass unser höherer Preis gerechtfertigt ist. Wir arbeiten nicht nur als Lieferant und Kunde zusammen, sondern als Partner. Wir unterstützen unsere Kunden bei den Zulassungsformalitäten und der Erstellung der Drugmasterfiles (Wirkstoffstammdokumentation), entwickeln mit ihnen neue Produkte bis zur Marktreife und so weiter. Außerdem sind wir sehr flexibel und können auch die Herstellung neuer Produkte konzentriert angehen.

Sie haben 2015 Ihre Produktionsstätte erweitert und dafür HAB den Zuschlag erteilt. Warum haben Sie sich so entschieden? 

Wir hatten HAB bereits vorher schätzen gelernt und wussten somit um ihre Zuverlässigkeit, den konstruktiven Umgang und die Flexibilität des Unternehmens.

Welche Besonderheiten musste HAB beim Bau berücksichtigen? 

Im pharmazeutischen Umfeld sind die Anforderungen immens hoch. So arbeiten wir beispielsweise mit Lösungsmitteln wie Äthanol. Die neue Halle musste also unter anderem explosionssicher sein. Das war zweifelsohne eine sehr hochwertige Baumaßnahme, bei der uns HAB als zuverlässiger und konstruktiver Partner zur Seite stand.

Was hat aus Ihrer Sicht besonders gut funktioniert bei der Zusammenarbeit? 

Mir hat das offene Miteinander gefallen. Herausragend war auch die Flexibilität des Unternehmens. Wir arbeiten auftragsbezogen, und da können sich auch mal kurzfristig die Anforderungen ändern. Das war auch der Fall beim Bau dieser Halle. Wir konnten darüber mit HAB reden, und die Änderungen wurden schnell umgesetzt. Nicht grundlos haben wir HAB auch den Auftrag für den derzeitigen Bau unseres Rohwarenlagers erteilt. Und auch hier gibt es schon wieder Änderungen. Erst sollte es nur eine Lagerhalle sein. Dann kristallisierte sich die Notwendigkeit heraus, hier auch noch Büros zu integrieren. HAB hat die Planung kurzerhand angepasst und setzt die Änderungen jetzt um.

 

Zur Referenz »Anklam Extrakt«