Kilometerlange Fassade komplett erneuert
Norddeutschlands längster Industriebau befindet sich auf dem Gelände der EWN Entsorgungswerk für Nuklearanlagen GmbH in Lubmin und erhielt ein neues Outfit.
Nach fünf Jahrzehnten war die Glasfassade der riesigen Turbinenhalle des früheren Kernkraftwerkes Greifswald-Lubmin verschlissen und brüchig. Daher entschloss sich die Energiewerke Nord GmbH, die inzwischen unter dem neuen Namen EWN Entsorgungswerk für Nuklearanlagen GmbH firmiert, die Fassade komplett zu erneuern. Ein Mammutprojekt, denn die Turbinenhalle, in der nach der Stilllegung des Kernkraftwerkes im Jahr 1990 unter anderem Metallbaufirmen produzieren, gilt als der längste Industriebau Norddeutschlands. Die Glasfassade erstreckte sich durchgängig auf einer Länge von einem Kilometer.
Das Unternehmen EWN beauftragte die HAB Hallen- und Anlagenbau GmbH damit, die mächtige Fensterfront der einstigen Turbinenhalle zu demontieren und neu zu gestalten. Vorgesehen war, dabei weniger Glas einzusetzen und stattdessen den Großteil der Hallenfassade mit beigefarbenen Trapezblechen zu verkleiden. Zu einer besonderen logistischen Herausforderung entwickelte sich der Abriss von insgesamt 19.000 m² Scheibenglas, was der Größe von fast drei Fußballfeldern entspricht. HAB war zudem mit der Entsorgung des Altglases beauftragt. Bevor die Trapezbleche montiert werden konnten, wurde eine notwendige neue Unterkonstruktion am Gebäude angebracht. Die beteiligten Gewerke arbeiteten abschnittsweise und in enger Abstimmung. Durch die gute Koordinierung der Bauabläufe gelang es, bis zu 700 m² Trapezblech täglich zu verarbeiten.
Da der Auftraggeber EWN nicht vollständig auf Glas in der Fassade verzichten wollte, wurden in zwei Reihen auf der gesamten Länge und in regelmäßigem Abstand jeweils rund 10 m² große Spezialkunststoffflächen in die Trapezblechverkleidung integriert. Im ersten Bauabschnitt wurde zudem der Westgiebel komplett neu konfiguriert und mit einem gigantischen XXL-Gewebehubtor ausgerüstet.
Für HAB bleibt dieser Auftrag von EWN mit dem Superlativ verbunden, nie zuvor und auch bis dato nicht wieder eine solche Mega-Fassade erneuert zu haben.
Unsere Leistungen
- Abriss und Entsorgung der alten Fassade
- neue Stahlunterkonstruktion für Fassade und Gewebehubtor
- Trapezblech- und Glasverkleidung
- Stahlbeton mit Mauerwerk
Fläche
Fensterelemente: 3.700 m²
Fassadenelemente: 15.500 m²
Maschinenhaus: 30 m (Höhe) x 950 m (Länge)
Fassadenerneuerung: 21 m
Kunde/Bauherr
EWN GmbH Entsorgungswerk für Nuklearanlagen
Latzower Str. 1
17509 Rubenow
Standort
EWN GmbH Entsorgungswerk für Nuklearanlagen
Südring 1
17509 Lubmin
Zum Bauherrn
Website
Architekt
IPRO Consult GmbH
Am Gorzberg Haus 6
17489 Greifswald
HAB-Projektleiter
Daniel Schnaak








